Erkennungsmarke Stalag VI (F)

Nice condition with original neckcord

€ 50,00
Betaalwijzes

Beginnend mit dem Ende des Jahres 1939 trafen Kriegsgefangene aus Polen, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, Frankreich und dem Senegal im Lager ein, das vermutlich im Laufe des Jahres 1940 als „Stalag VI F“ für kriegsgefangene Mannschaftsdienstgrade und Unteroffiziere eingerichtet wurde. Gefangene Soldaten der Mannschaftsdienstgrade konnten nach dem Genfer Kriegsgefangenenabkommen von 1929 von der Gewahrsamsmacht zu Arbeiten aller Art außer in der Rüstungsindustrie eingesetzt werden. Für die Kriegswirtschaft war dieses Arbeitskräftereservoir von erheblicher Bedeutung, zumal das Beschäftigungsverbot in der Rüstungsindustrie im Verlauf des Krieges kaum noch beachtet wurde. Das Lager war eine zentrale Einrichtung für die Versorgung der Schwerindustrie mit Arbeitskräften. Die Kriegsgefangenen, darunter seit 1941 auch Russen, wurden zum Arbeitsdienst bis ins Ruhrgebiet eingesetzt. Am 20. November 1941 bestimmte das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) das Stammlager VI F als „allgemeines Bergbau-Aufnahmelager“. Das Lager (ausgenommen der Lagerteil für die sowjetischen Kriegsgefangenen) galt bei Begehungen durch das Rote Kreuz 1940 als „eines der besten Lager“ und 1943 noch als „relativ erträglich“. 1941 wurde das Lager durch Notbaracken erheblich vergrößert. Insgesamt starben im separaten „Russen-Lager“ weit mehr als 1.736 sowjetische Kriegsgefangene durch Hunger, Gewalt und Fleckfieber. Sie fanden in namenlosen Gräbern auf einem eigenständigen Friedhof an der Vardingholter Straße in Bocholt die letzte Ruhestätte. Erst vor kurzem konnten die Namen von 1.333 Verstorbenen geklärt werden.

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